Handball

Dem Spitzenreiter lange Paroli geboten

VfL Meißen         -         SSV Lommatzsch          19:14 (8:10)

Unterschiedlicher konnten die Voraussetzungen für diese Begegnung nicht sein. Das personelle Übergewicht des ungeschlagenen Spitzenreiters gegen den Tabellenzweiten sollte letztendlich den Ausschlag für den Sieg geben. Lommatzsch konnte bis weit in die zweite Halbzeit das Spiel offen halten, der erste Spielabschnitt konnte sogar mit leichten Vorteilen abgeschlossen werden. Die Gäste begannen sehr konzentriert ihr Spiel aufzuziehen. Aus einer sicheren Deckung heraus, verbunden mit einer sehr guten Torhüterleistung von Maria Pfeifer gestalteten sie der ersten Spielabschnitt. Spielerische Vorteile konnten mit Toren untermauert werden, so dass die Torfolge 1:3, 3:7, 4:8 (20.) mehr als gerechtfertigt war. Der Halbzeitstand entsprach den Spielanteilen. Ein Torhüterwechsel beim Gastgeber gab der Mannschaft einen Ruck, sich auf ihr eigenes natürlich vorhandenes spielerisches Potenzial zu besinnen. Dazu kam manch grenzwertige Agressivität im Abwehrverhalten, parallel dazu einige umstrittene Schiedsrichterentscheidungen, und Lommatzsch sah sich ab Mitte von Halbzeit zwei in der Verfolgerolle. Eine 14:12-Führung vom VfL konnte nochmals ausgeglichen werden, doch mehr gelang nicht. Erfolgreiche Torwürfe hatten Seltenheiswert, die Ungenauigkeit nahm zu. Lommatzsch gelang in der Schlussphase kein Tor mehr,  Meißen deren noch fünf . Der Sieg für den Gastgeber geht in Ordnung, wobei es fünfzig Minuten ein Spiel auf Augenhöhe war, danach fehlten den Gästen die personellen Alternativen. Diese positive Erkenntnis konnte der Tabellenzweite beruhigt mit nach Hause nehmen.

Aufstellung: Pfeifer, Haubold 4/3, Heinitz 3,  Posselt 2, Ostertzag 1, Pinkert, Schmidtgen 2,  Wand, Moosche 2.

 Bericht: Horst Hölzen